Von Vertretern, Inspektoren, Inspektoren - Inspektoren
Noch vor geraumer
Zeit wurden
Wirte in kurzen Abständen von "Vertretern" besucht. gut
angezogene Herren und Damen, durchwegs mit gutem Benehmen
brachten viele hilfreiche Produkte ins Haus. Stellten sie vor,
gaben Gratis - Warenproben. Tranken einen Kaffee und
verschwanden wieder. Ob Weinhändler oder Suppenwürzefabrikant,
jede Firma hatte ihre "Vertreter".
Jetzt sind sie eine rare Spezies geworden. Anstelle der Vertreter sind andere Dinge im Spiel um Produkte an den Wirt zu bringen. Der Zusammenschluss vieler kleiner Firmen zu großen Konzernen, hat die auch gastwirschaftliche Landschaft verändert. Jetzt kommen Prospekte und ganze Magazine ins Haus geflattert. Emails mit Video und Tipps ohne ende um jedes Produkt in die Restaurantküche zu bringen das der Weltmarkt bereit hat. mit Das scheint billiger, und die Werbung wird durch teilweise prominente Leute aus dem Kollegenkreis verbreitet. Persönlicher Kontakt besteht keiner mehr.
Starköche kochen vor, was Otto Normalverbraucher - Koch in der Provinz zukünftig brutzeln soll. Prominente Nasen testen den Wein für Gourmettempel, Stammtische und Sportstüberln im Land. Machs so wie wir und Du kannst Besser sein!
Wer aber ein tüchtiger Handwerker
sein will, macht sich immer gut wenn er seinen ganzen Stolz
nicht bei den Produkten aus dieser Intensiv-Werbung hat, sondern
sein Glück aus seiner eigenen Kunst zieht. Er kann damit stets
genügsam und zufrieden auf sein Leben blicken. Nichts ist
abträglicher einem ruhigen Gemüt als dass man etwa einen Wirt
Jammern hört, er sei zu Besserem geboren. so produzieren sich
wirte und Köche sehr oft wie Amsterdamer Fensterprostituierte in
Gastronomie Internen Zeitschriften, die für Auftau -
Aufgebackene Brötchen bis zur Zanderrolle an Petersilschäumchen
alles bewerben was im C&C Markt geboten wird.
Dabei gibt es nichts Besseres als das Gute. Und das Selbstgefundene befriedigt am meisten. Das erkennt man beim Schwammerlsuchen im Wald wenn man vor einem stolzen Herrenpilz in Ehrfurcht vor seinem eigenen Finderglück erschrickt.
Heute hat auch der Staat eine unsinnig dicken Bauch und es gibt in allen Bereichen neuartige Vertreter. Sie werden immer mehr. Doch sie kommen nicht mehr persönlich ins Haus, man findet ihre Spuren als Gütesiegeln an Sauerkrautdosen, Schneidemaschinen Fritösen und Mineralwasserflaschen. Wo auch immer etwas verkauft wird sind sie auf der Suche nach ihren Marktnischen. sie kümmern sich um Grenzwerte bei Farbstoffen und Urananteile im Mineralwasser. Wozu? Damit es uns oder unseren Gästen besser geht?
Nein, sie verkaufen ihre Gütesiegel, die dann ganze Wissenschaften an Vorteilen vertreten. Bio, Öko und so weiter, genfrei, ohne unerlaubte Zusatzstoffe, die Möglichkeiten scheinen ohne Ende zu sein, um sich ohne viel Arbeit an der Arbeit anderer zu bereichern.
Unser Leben wir durch diese Vertreter nur kostspieliger nicht besser. Außer den Gelehrtern gibts noch "Literaten", außer den leidenden Volksschichten gibts noch schwätzende, prahlerische Tunichtgute und Tagediebe, welche jenes Leiden "vertreten"- oder auch die Berufspolitiker welche sich wohlbetucht und superreich für die Notstände im Land vor dem Parlament mit starker Lunge einsetzen "die einfachen Leute vertretend".
Auf dem Fuß folgen dann Inspektoren und damit kostspielige Gebühren für Gütesiegel und Vermarktungskreise, die am Ende dem Erzeuger nichts, und dem Endverbraucher nur eine verteuerte Ware einbringen.
Die Menge an Zwischenpersonen; es gibt vielleicht noch ein paar Dörfer in Restjugoslawien oder in irgendwelchen Zipfeln Portugals, Griechenlands oder Spaniens wo der Mensch wie ich es mir vorstelle, wie man es versuchen soll zu sein, noch selber auftritt und der natürlich nichts auf diese Zwischenhändler und modernen Vertreter gibt, außer einen kräftigen Tritt in deren Hintern!....










